Mittlerweile gibt es verschiedene Möglichkeiten, Kopien von Bildern zu erstellen. Im Folgenden werden die einzelnen Druckverfahren näher erläutert, sowie die Künstler vorgestellt, die mit den spezifischen Verfahren gearbeitet haben. Wen die Ursprünge des Drucks in Europa besonders interessieren, der sollte mal einen Besuch im Mainzer Gutenberg Museum in Betracht ziehen.

Litographie

Bei der Litographie handelt es sich um ein Druckverfahren, das am ältesten ist. Daneben gehört es seit dem 19. Jahrhundert zu denjenigen Druckverfahren, welche am häufigsten zum Einsatz kommen. Im 19. Jahrhundert war der Steindruck, welcher eine Erfindung von Alois Senefelder aus dem 18. Jahrhundert basiert, das einzige Druckverfahren, welches größere Auflagen farbiger Drucke ermöglichte.

Zu den berühmtesten Künstlern, welche dieses Verfahren genutzt haben, gehören Matisse, Picasso und Miro.

Siebdruckverfahren

Beim Siebdruck wird die Druckfarbe mit einer Gummirakel auf das zu bedruckende Material durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch gedruckt. Dieses Verfahren ermöglicht das Bedrucken verschiedener Materialien, sowie von schwer zu bedruckenden Gegenständen. Je nach Material kommt eine spezielle Druckfarbe zum Einsatz.

Das Verfahren wird von Otmar Alt sehr häufig benutzt.

Holzschnittverfahren

Der Holzschnitt stellt eine Kunst dar, in welcher eine Zeichnung mit dem Schnitzmesser oder mit einem Stichel in eine Holzplatte geschnitten wird. Hierdurch wird das Holz an einigen Stellen aufgehoben, sodass die übrig gebliebenen Stege oder Flächen die eigentlichen Druckstöcke darstellen, auf welche die Farbe aufgetragen wird.

Picasso war der bekannteste Meister des Holzschnittes. Außerdem wurde es von Gerhard Altenbourg, Markus Lüppertz und Käthe Kollwitz benutzt.

Radierung

Bei der Radierung handelt es sich um ein Tiefdruckverfahren, bei dem aus einer glatten Oberfläche in Form von Linien oder Punkten gedruckt wird. Zwar gibt es mehrere Arten von Radierungen, doch Farbradierungen stellen heute die gängigste Methode dar.

Kupferstich

Beim Kupferstich handelt es sich ebenfalls um ein Tiefdruckverfahren. Das zu bedruckende Bild wird mit einem Meißel in die Kupferplatte graviert. Die Konturen, welche dabei entstehen, nehmen die Farbe an. Bei diesem Verfahren gibt es keine Tonabstufungen, sondern nur verschiedene sichtbare Konturen.

Tiefdruckverfahren

Das Tiefdruckverfahren ist eine Drucktechnik, bei der das darzustellende Bild als Vertiefung in der Druckform liegt. Die Farbübertragung aus der Druckform kommt durch einen hohen Anpressdruck oder durch die Adhäsionskräfte zustande. Man unterscheidet zwischen dem manuellen, trockenen Tiefdruckverfahren und dem nassen Ätzverfahren.

Hochdruckverfahren

Beim Hochdruckverfahren handelt es sich um das älteste Druckverfahren. Dies ist ein direktes Druckverfahren, bei dem das in Farbe geschwenkte Druckbild gegen die bedruckte Fläche gepresst wird. Bei den Hochdruckformen wird zwischen harten Hochdruckformen, wie Metall und Holz und elastischen Hochdruckformen wie Weichgummi oder Linoleum unterschieden.

Flachdruckverfahren

Das Flachdruckverfahren beruht auf dem chemischen Gegensatz von Wasser und Fett. Druckende und nichtdruckende Partien befinden sich hierbei auf einer Ebene. Die nichtdruckenden Partien werden mit Wasser befeuchtet, sodass sie die fettigen Druckfarben abstoßen.

Buchdruckverfahren

Das Buchdruckverfahren stammt aus Asien, doch im 19. Jahrhundert übernahmen die westlichen Druckpressen die Technik. Es ist ein mechanisches Verfahren, bei dem Zeichen und Bilder auf flache Flächen gedruckt werden, die meist aus Papier bestehen.

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Die Printmedien sind selbst im digitalen Zeitalter weiterhin sehr beliebt. Dies kommt besonders im Bereich der Werbung zum Ausdruck. Denn gerade Werbung in Form von Broschüren, Flyern und Plakaten wird sehr häufig und in großen Auflagen gedruckt. Ohne Offsetdruck wäre dies jedoch kaum denkbar.
Offsetdruck – ein Flachdruckverfahren

Im Gegensatz zum Buchdruck handelt es sich beim Offsetdruck um ein indirektes Druckverfahren, bei dem der Druck nicht direkt auf die zu bedruckende Fläche aufgetragen wird, sondern indirekt, bzw. über eine Walze. Solch ein Verfahren gilt als ein Flachdruckverfahren.

Entstehung des Druckverfahrens

Als der Tscheche Alois Senefelder im 18. Jahrhundert nach einer kostengünstigen Vervielfältigungsmethode der eigenen Notenblätter suchte, erfand er das Steindruckverfahren. Er verwendete dazu Hochdruckformen aus Kalkstein. Diejenigen Stellen, welche gedruckt werden sollten, deckte er mit Fetttusche ab und ätzte die frei bleibenden Stellen mit einer leicht sauren Lösung aus Mehrfachzucker. An diesen stellen blieb beim Anfeuchten mit Wasser keine Farbe haften, sodass nur die gefetteten Bildstellen eingefärbt wurden.

Seine Erkenntnis bedeutete den Durchbruch und den wichtigen Meilenstein des Flachdruckprinzips. Selbst bis heute bildet dies
die Grundlage des Offsetdrucks.

Im Jahre 1904 wurden die ersten Prototypen der Offsetdruckmaschinen konstruiert. Dies schafften der Amerikaner Ira Washington Rubel und der deutsche Immigrant Caspar Hermann, welche ihre Protypen unabhängig voneinander konstruierten. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahre 1907 entwickelte Hermann die erste Offsetdruckmaschine, welche 1912 dem breiten Publikum in Leipzig vorgestellt wurde.

Der Offsetdruck in der Praxis

Beim Offsetdruck ist zwischen der Druckplatte und Papier ein mit Gummituch bespannter Zylinder zwischengeschaltet, sodass die Farbe indirekt auf den Druckbogen übertragen wird. Dadurch wird ein gleichmäßiger Druck ermöglicht, welcher selbst in hohen Auflagen Drucke mit hoher Qualität produziert. Als Druckvorlage dienen inzwischen Aluminiumplatten anstatt dem Stein.

Für jede Druckfarbe wird vor dem Druck eine Druckplatte erstellt. Es werden insgesamt 4 Platten für die Farben C-M-Y-K hergestellt. Die Bildflächen, welche im Rahmen des Druckverfahrens mit Farbe ausgefüllt werden sollen oder frei bleiben müssen, sind auf einer Ebene angelegt. Als die physikalische Grundlage gilt die unterschiedliche Oberflächenstruktur, die aufgrund der Belichtung der Platte entsteht. Somit bleibt die Farbe genau dort hängen, wo dies auch vorgesehen ist.

Die Platten werden, zur Farbe passend, in das entsprechende Druckwerk der Offsetdruckmaschine eingespannt. Ein Druckbogen durchläuft nacheinander alle vier Werke, sodass die Farben übereinander gedruckt werden.
Druckzylinder erzeugen den nötigen Druck. Zunächst wird von der Druckplatte das seitenrichtige Druckbild seitenverkehrt auf ein auf dem Gummituchzylinder gespanntes Gummituch übertragen. Daraufhin wird das seitenverkehrte Bild richtig herum auf das Papier übertragen, das zwischen dem Gummituchzylinder und dem Druckzylinder durchläuft.

Bogenoffset und Rollenoffset

Die Unterscheidung in Bogenoffset und Rollenoffset erfolgt hinsichtlich der Verwendung des zu bedruckenden Papiers. Bogenoffsetdruck kommt bei kleinen und mittleren Auflagen zur Anwendung. Der Rollenoffset ermöglicht größere Auflagen, sodass dieser beim Druck von Katalogen, Telefonbüchern oder bei Zeitungen zur Anwendung kommt.

 

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Den Siebdruck kann man einfach selber machen. Dazu sind lediglich einige Schritte nötig. Im Folgenden werden die jeweiligen Schritte beschrieben.

Die zu bedruckende Oberfläche

Im ersten Schritt muss man die Oberfläche auswählen, welche bedruckt werden soll. Denn für jedes Material gibt es ein optimales Siebgewebe sowie die entsprechenden Farben. Daher ist es wichtig, im Voraus zu wissen, auf welche Oberfläche gedruckt werden soll.

Bespannte Siebdruckrahmen gibt es sowohl in unterschiedlichen Größen als auch mit verschiedenen Gewebefeinheiten. Für erste Drucke auf Textilien wird ein Rahmen mit dem Gewebetyp 54T empfohlen, da dieses bei verschiedenen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommen kann.

Auswahl des Motivs

Nach der Auswahl der Oberfläche erfolgt die Auswahl des Motivs, welches gedruckt werden soll. Für Anfänger empfiehlt sich ein Motiv mit Volltonfarben, und zwar ein einfarbiges Motiv. Schriften und einfache und vollfarbige Flächen eignen sich hierzu besonders an.

Damit ein Motiv in einer Farbe so bearbeitet werden kann, dass dieses als Vorlage für die Belichtung genutzt werden kann, muss es sich um eine schwarze Grafik handeln. Das Motiv wird mit einem Tintenstrahldrucker oder mit einem Laserdrucker auf eine transparente Folie gedruckt. Als Bildbearbeitungsprogramm kann Photoshop zur Anwendung kommen. Daneben gibt es auch andere Programme, welche kostenlos zur Verfügung stehen.

Wichtig ist, dass kein Licht durch das Motiv dringen kann. Nach dem Drucken wird das Motiv am besten ins Licht gehalten, wobei man nicht durch den Druck durchsehen sollte.

Reinigung des Siebdruckrahmens

Vor dem Drucken sollte der Siebdruckrahmen gut gereinigt werden, damit die Farbemulsion auch gut haften kann. So wird der Rahmen mit einem Entfetter gut gereinigt, abgewaschen und getrocknet. Das trocknen kann mit einem Fön durchgeführt werden.
Dabei sollte jedoch etwa 10 cm Abstand zum Sieb vorliegen, da dieses bei zu hoher Temperatur reißen könnte. Ansonsten kann der Rahmen auch an einer Heizung oder an der Luft getrocknet werden.

Beschichtung des Rahmens mit Fotoemulsion

Der Rahmen wird mit einer Fotoemulsion bestrichen. Da Fotoemulsion jedoch lichtempfindlich ist, sollte diese nur im Dunkeln oder unter Gelblicht verarbeitet werden. Es werden beide Seiten des Rahmens mit Fotoemulsion beschichtet. Anschließend muss er trocknen, was ebenfalls mit einem Fön durchgeführt werden kann.

Das Belichten des Siebs

Die Belichtung des Siebs mit einem eigenen Motiv erfolgt mittels UV Licht. Daher klappt dies auch mit Sonnenlicht.
Dazu wird die Folie mit dem Motiv zunächst spiegelverkehrt positioniert, mittig auf der Außenseite des Siebs. Die Folie wird mit einem Klebeband auf den Rahmen fest aufgeklebt. Die Innenseiten des Rahmens werden mit einem Zeitungspapier, einem Stück Pappe oder einem Fotokarton vor Lichteinstrahlung geschützt. Das Sieb wird maximal eine Minute lang mit Sonnenlicht belichtet. Dabei ist darauf zu achten, dass am besten im Schatten und nie im direkten Sonnenlicht bestrahlt wird. Vor und nach der Belichtung sollte der Rahmen vor weiterem Lichteinfall geschützt werden.

Das Entwickeln der Schablone mit Wasser

Nach der Belichtung wird die Folie vom Sieb abgenommen und beidseitig mit Wasser benetzt. Das Motiv wird vom Sieb mit Wasser abgewaschen.

Dies sollte jedoch erst dann geschehen, wenn sich das Motiv herausentwickelt hat. Passiert dies nach mehreren Minuten nicht, kann es gut sein, dass die Folie überbelichtet wurde.
Die gewonnene Schablone kann dem Tageslicht wieder ausgesetzt werden.

Vorbereitung für die ersten Siebdrucke

Nachdem das Sieb getrocknet ist, wird es an den Rändern mit Siebklebeband abgeklebt. Sonst könnte beim Drucken Farbe in den Rahmen eindringen.

Drucken mit ökologischen Wasserfarben

Ökologische Wasserfarben sollten denen mit Chemikalien immer bevorzugt werden. Für den Druck wird der Siebdruckrahmen auf das Textil gelegt und mit Farbe bestrichen. Wenn der Rahmen heruntergenommen wird, ist der Druck fertig. Die Farbe trocknet an der Luft und sollte nach dem Druckverfahren einmal auf links gebügelt werden.

Reinigung des Siebdrucks und der Werkzeuge

Nach dem Drucken werden alle Werkzeuge und der Siebdruckrahmen gereinigt. Dies erfolgt am besten einfach mit Wasser. Dies soll jedoch schnell passieren, da Wasserfarben im Sieb schnell trocknen.

Entschichtung des Rahmens

Ein mit Fotoemulsion beschichtetes und belichtetes Sieb kann wieder einsatzbereit gemacht werden. Dazu wird beidseitig der Entschichter aufgetragen und das Sieb anschließend komplett unter Wasser gewaschen. Nach dem Entfetten wird das Sieb erneut getrocknet, bevor es wieder beschichtet werden kann.

Hier geht es zu unserem Artikel, der Siebdruck und Tampon-Druck vergleicht.

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Es gibt eine ganze Reihe an verschiedenen Druckverfahren und Drucktechniken, sowie Druckarten. Denn der Digitaldruck ist gar nicht so alt und erst recht nicht das einzige mögliche Druckverfahren, welches regelmäßig zur Anwendung kommt. Im Folgenden werden die einzelnen Druckverfahren dargestellt und beschrieben.

Hochdruck – das älteste von den Druckverfahren

Der Hochdruck wurde von Johannes Gutenberg erfunden. Er revolutionierte um 1450 als Begründer des modernen Buchdrucks mit seinen beweglichen Metall-Lettern und der Druckpresse die damaligen herkömmlichen Methoden der Buchproduktion.

Die wichtigste Eigenschaft des Hochdrucks ist, dass all die Teile, welche in der Druckform hochstehen, gedruckt werden. Nur diese Teile werden mit Farbe versehen und auf das zu bedruckende Material gepresst. Dies bedeutet gleichzeitig, dass das auf der Druckform befindliche Druckbild spiegelverkehrt sein muss. Die jeweiligen Druckformen bestehen aus Metallen oder aus Holz, können jedoch auch weich sein und aus Linoleum, Gummi o.ä. bestehen.

Der Hochdruck kommt heutzutage überwiegend bei handwerklich anspruchsvollen Grafiken zum Einsatz. Zu der Hochdrucktechnik gehört auch der Flexodruck, welcher heutzutage dann angewendet wird, wenn andere Druckverfahren ungeeignet sind. Dies ist der Fall beim Bedrucken von Folien, Servietten, Wellpappe oder Kunststoff-Verpackungen.

Flachdruck (Offsetdruck) – für große Auflagen

Das Flachdruckverfahren ermöglicht das Drucken von Millionenauflagen und kommt beispielsweise beim Drucken von Tageszeitungen zum Einsatz. Das Verfahren wurde von Caspar Hermann zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Gegensatz zum Hochdruck, welches ein direktes Verfahren darstellt, handelt es sich beim Flachdruck um ein indirektes Verfahren. Dies bedeutet, dass die Farbe nicht direkt von der Platte auf das zu bedruckende Material übertragen wird, sondern zunächst auf eine Walze und von dieser anschließend auf den Bedruckstoff. Die einzelnen Partien sind hierbei speziell präpariert, sodass die einen Farbe aufnehmen und die anderen diese abstoßen. Die Bezeichnung Flachdruck stammt von der Tatsache, dass sich bei diesem Druckverfahren die zu druckenden und die nicht zu druckenden Elemente alle auf einer Ebene befinden.
Bei diesem Druckverfahren kommen wie bei den Druckern vier Grundfarben zum Einsatz (C-M-Y-K), wobei für jede von ihnen eine eigene Platte erstellt wird.

Mittlerweile ist der Offsetdruck das verbreiteste Druckverfahren überhaupt. Dabei wird zwischen Bogenoffset und Rollenoffset unterschieden. Der Bogenoffsetdruck kommt bei kleineren und mittleren Auflagen zum Einsatz und der Rollenoffset bei hohen Auflagen. Zu den Vorteilen dieses Verfahrens zählen sein Tempo und die Wirtschaftlichkeit, da innerhalb kurzer Zeit Druckerzeugnisse in Millionenauflage kostengünstig produziert werden können.

Digitaldruck

Heutzutage ist es selbstverständlich, zu Hause auf dem Drucker selbst Dokumente zu drucken. Dies haben wir dem Digitaldruck zu verdanken, welcher in den 90-er Jahren entstanden ist.

Beim Digitaldruck ist die Druckvorlage selbst digital, sodass kein fester Druckkörper mehr gebraucht wird. Das Druckverfahren selbst ist jedoch mechanisch und zu den gängigen Methoden zählen der Tintenstrahldruck und der Laserdruck. Während beim Tintenstrahldruck werden winzige farbige Tintentropfen auf das Papier gesprüht. Der Laserdruck arbeitet nach dem Prinzip der Elektrofotografie, wobei aus elektrischen Ladungen eine Kopie erzeugt wird und der lose Farbtoner auf die ausgesuchten Flächen verteilt wird.

Der digitale Druck kommt sowohl privat zum Einsatz als auch in Büros und Großunternehmen. Mit diesem Druckverfahren lässt sich alles Drucken – sowohl Dokumente, als auch personalisierte Einladungen und Hochglanzfotos bis hin zu Broschüren.

Der Tiefdruck – das Druckverfahren der Banknoten

Der Tiefdruck ist sehr alt und kann heute in Form vieler Kunstwerke bewundert werden, wie beispielsweise beim Kupferstich. Auch heute ist dieses Druckverfahren beliebt in der Kunstszene.

Es handelt sich hierbei um ein direktes Verfahren, bei dem jedoch im Gegensatz zum Hochdruck nicht die hochstehenden Partien gedruckt werden, sondern die tiefer liegenden. Diese entstehen durch Gravur, Laser oder Ätzen und werden als „Näpfchen“ bezeichnet. Sie werden mit Farbe befüllt und unter hohem Pressdruck auf das zu bedruckende Material übertragen.

Dieses Druckverfahren kommt heutzutage zum Einsatz beim Drucken von Katalogen und Zeitschriften. Insgesamt ist es hervorragend geeignet für hohe Auflagen. Daher werden auch unsere Banknoten und viele Briefmarken mit dem Tiefdruckverfahren hergestellt.

Durchdruck (Siebdruck) – die beste Farbintensität

Beim Durchdruck wird die Farbe durch ein aufgespanntes Sieb auf das zu bedruckende Material übertragen. Dabei werden auf dieser Schablone bestimmte Flächen abgedeckt, sodass keine Farbe durchdringen kann.Je nach Gewebestruktur und Feinheit des Siebs variiert auch der Farbauftrag.

Der Siebdruck wird meist beim Textildruck angewendet. Zudem kommt er beim Bedrucken verschiedener Werbematerialien zum Einsatz. Selbst diejenigen Formen, welche sonst schwer oder kaum bedruckt werden können, lassen sich mit diesem Verfahren bedrucken. Das wichtigste Kennzeichen dieser Drucktechnik ist die Farbintensität, welche hierdurch ermöglicht wird.

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Mit Kindern macht es so richtig Spaß, die Vielfalt der verschiedene3n Drucktechniken zu entdecken und bunte Kunstwerke zu zaubern, welche außergewöhnliche Effekte aufweisen. Und die Kinder werden sowohl begeistert, als auch stolz auf die erzeugten Kunstwerke sein.

Handabdruck

Wieso nicht einfach mal die Hände mit Farbe bestreichen und einen Handabdruck auf das Papier zaubern? Dabei sollten die Finger gespreizt und die gesamte Handfläche auf die Papieroberfläche gedrückt werden. Selbst mit den Kleinsten ist ein Fuß- und Handabdruck möglich.

Fantasievolle Druckerei

Man kann auch Wasserfarben mit Wasser verdünnen und einen Löwenzahn hineintauchen und die getränkte Blüte auf das Papier drucken. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass für jede Blüte eine andere Farbe genommen wird. Hierdurch entwickelt das Kind Spaß am kreativen Umgang mit Material und Farbe.

Ein Blatt-Gemälde

Man kann das Kind auch Blätter mit verschiedenen Formen suchen. Das Blatt wird mit den Rippen nach oben auf ein Zeitungspapier gelegt. Nun wird die Blattseite dick mit Farbe bemalt. Anschließend wird das Blatt mit der bestrichenen Seite auf das Papier gedrückt. Der ganze Vorgang wird mit anderen Formen und Blättern wiederholt, sodass eine besondere Wirkung erzielt werden kann. Hierdurch lernt das Kind eine einfache Drucktechnik und es wird zugleich die Feinmotorik mitsamt der Form- und Farbdifferenzierung gefördert.

Drucken mit Korken

Für dieses Kunstwerk werden verschiedene Korken genommen und mit Farbe bestrichen. Anschließend kann damit gedruckt werden. Es ist dabei wichtig, darauf zu achten, dass die Farbe nicht zu wässrig ist.

Materialdruck

Das Material kann auch direkt in die Farbe eingetaucht werden und anschließend abgedruckt. Hierzu eignen sich sowohl Korkreste, Kronkorken als auch Flaschen- und Tubenverschlüsse und geknülltes Papier hervorragend an.

Kartoffel als Druckstempel

Man kann auch einen Druckstempel aus einer Kartoffel herstellen. Dazu wird eine große Kartoffel genommen und in zwei Hälften geteilt. Mit einem spitzen Messer wird die gewünschte Form einfach ausgeschnitten. Die Ränder um die Form herum werden anschließend einfach abgeschnitten. Daraufhin wird die Form mit Farbe bestrichen und auf das Papier gedrückt.
Beim Farbenwechsel wird der Stempel einfach abgetrocknet und mit der anderen Farbe bestrichen.

T-Shirt bedrucken

Mit dem Kartoffelstempel kann auch ein T-Shirt bedruckt werden. Das T-Shirt wird dafür über ein dickes Stück Pappe gezogen, damit die Stempelfarbe nicht bis auf die Rückseite durchgedrückt wird.

Drucken mit Holzresten

Für dieses Kunstwerk werden verschiedene Holzreste sowie Papier oder Stoff zum Bedrucken verwendet. Es können sowohl Stoffmalfarben als auch Wasserfarben zum Einsatz kommen. Daneben wird ein Borstenpinsel, ein Schleifpapier und eine Feinsäge gebraucht.

Die Holzreste werden zunächst in die gewünschte Stempelform gesägt. Das Ende wird geglättet mit Schleifpapier. Anschließend wird der Druckstock mit Farbe bemalt und fest gegen das Papier gedrückt. Wenn das Holz eine starke Maserung aufweist, sollte man es nicht abschleifen, da die Holzmaserung beim Drucken sehr gut zum Vorschein kommt.

Für Fortgeschrittene gibt es hier eine Anleitung zum Siebdruck für zuhause.

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Heutzutage kommen verschiedene Drucktechniken in der Industrie zum Einsatz. Doch wann wurde der Druck eigentlich erfunden? Und wie kam es dazu, dass der Druck die heute bekannten Ausprägungen zu entwickeln begann? Das und noch vieles mehr wird im folgenden Text erklärt.

Drucktechnik – Definition

Unter dem Begriff „Drucktechnik“ werden alle Verfahren zusammengefasst, welche der Vervielfältigung von Druckvorlagen dienen. Dabei kommen, je nach Verfahren, seitenrichtige oder seitenverkehrte Druckvorlagen zum Einsatz. Die Druckvorlagen werden in der Regel mit Farbe überzogen und auf das zu bedruckende Material gepresst.

Geschichte des Drucks

Die ersten Drucke reichen bis zu 25.000 Jahre zurück. Hier färbten die Menschen ihre Hände ein und pressten diese gegen die Höhlenwände. Die ersten Stempelsteine kamen um 4.000 v. Chr. zum Einsatz, welche in weiche Böden und Wände gedrückt wurden und ein Negativabdruck hinterließen. Auf diese Weise wurde das Eigentum gekennzeichnet. Mit der Schriftentwicklung entwickelten sich daraus Bild-Schrift-Siegel aus Silber, Bronze oder aus Mineralien.

Als ca. 105 v. Chr. In China das Papier erfunden wurde, kam der Druck auch in diesem Bereich zum Einsatz. Es wird vermutet, dass die bis dahin gekannte Übertragung von Farbe von Tontafeln auf Seide in der Han-Dynastie verfeinert wurde, sodass sich das Verfahren der Steinabreibung etablierte. Dieses Verfahren ermöglichte den Positiv- und den Negativdruck, wobei für den Negativdruck die hochstehenden Stellen des Steinreliefs mit Farbe bestrichen wurden und auf dieses Papier gelegt wurde, welches von hinten mit einem Ballen abgerieben wurde.

Wenn man einen Positivdruck erstellen wollte, wurde feuchtes Papier auf der Rückseite des Reliefs in die Tiefen gedrückt, wobei die nach oben stehenden Flächen mit Farbe bestrichen waren. In der Sui-Dynastie wurden die Steinplatten mit Holzplatten ersetzt, welche die Entstehung der ersten schwarz-weiß gedruckten Seiten ermöglichten. Dies stellte den Grundstein für die Verarbeitung buddhistischer Schriften dar. Mehrfarbig wurde in Asien bereits im 12. Jahrhundert gedruckt.

In Europa kannte man zu dieser Zeit nur den Stempeldruck, sodass bis in das späte Mittelalter Bücher per Hand abgeschrieben wurden. Die ersten Holztafeldrucke in Europa stammen aus der Zeit um 1420. Im Jahre 1450 wurden endlich Schriften aus Blei verwendet, was den Erfindungen von Johannes Gutenberg zu verdanken ist.

Die heutigen Drucktechniken

Heute wird zwischen den Druckprinzipien Fläche-gegen-Fläche, Zylinder-gegen-Fläche und Zylinder-gegen-Zylinder unterschieden. Bei dem Fläche-gegen-Fläche-Verfahren wird der zu bedruckende Stoff von einer Platte auf eine andere gedruckt. Das Zylinder-gegen-Fläche-Verfahren besitzt ein fest gelagerter Druckzylinder, unter dem sich die zu bedruckende flache Form hindurchbewegt, wodurch größere Druckgeschwindigkeiten ermöglicht werden. Bei dem Zylinder-gegen-Zylinder-Verfahren befindet sich auf einem Zylinder eine rundförmige Druckform und auf dem Gegenzylinder der zu bedruckende Stoff, welcher entweder als Rolle oder als Bogen gespannt ist.

Von dem direkten Druck ist die Rede, wenn die Farbe von der Druckvorlage direkt auf das zu bedruckende Material übertragen wird. Solch ein Verfahren ist beispielsweise der Flexodruck. Bei dem indirekten Druckverfahren, wird das Druckbild über einen Zwischenträger übertragen. Dies ist der Fall bei beispielsweise dem Offsetdruck oder beim Tampondruck.

Die jeweiligen Druckverfahren

Zu den gebräuchlichsten Druckverfahren heute zählen der Hochdruck, der Tiefdruck, der Durchdruck, der Flachdruck und der Digitaldruck.

Bei dem Offsetdruck, welcher für das Drucken hoher Auflagen verwendet wird, benutzt man als Basis eine Druckplatte. Diese besteht meist aus Aluminium und wird in einem Belichter so bearbeitet, dass es fettanziehende und fettabstoßende Bereiche besitzt. An den fettanziehenden Stellen sammelt sich die Farbe, welche übertragen werden soll.

Insbesondere der Bogenoffsetdruck wird heutzutage dazu verwendet, unterschiedliche Drucke mit hoher Qualität zu erzeugen. Pro Stunden können bis zu 18.000 Bogen bearbeitet werden.

Bei dem sog. Siebdruck wird die Farbe durch ein feines Sieb gepresst. Unter diesem befindet sich das zu bedruckende Material. Einige Bereiche des Gewebes sind undurchlässig, damit an der Unterlage nur bestimmte Stellen eingefärbt werden.

Bei dem Tampondruck handelt es sich um ein indirektes Druckverfahren, bei welchem ein Tampon aus Silikonkautschuk die zu übertragende Farbe auf das Material überträgt.

Das Digitalverfahren erfordert keine Druckplatten, da das zu druckende Bild vom Computer auf die Druckmaschine übertragen wird. Für kleinere Auflagen ist der Digitaldruck kostengünstiger als der Offsetdruck.

Der Textildruck wird zum Bedrucken von Textilien verwendet, sodass nicht nur eine spezielle Farbe zum Einsatz kommt, sondern das zu bedruckende Material häufig auch vorbehandelt werden muss. In Abhängigkeit von dem Trägermedium kommen hier verschiedene Verfahren zum Einsatz.

Flexodruck kommt immer dann zum Einsatz, wenn flexible Stoffe zu bedrucken sind. Dies ist ein Hochdruckverfahren, bei dem die Druckfarben dünnflüssig sind, welche schnell und gut trocknen. Auf diese Weise lassen sich Beutel, Verpackungen, Kuverts etc. bedrucken.

Bei dem sog. Prägedruck wird gleichzeitig gedruckt und geprägt, sodass dieser Druck sowohl gesehen, als auch gefühlt werden kann.

Wer sich für das Thema interessiert, der solle unbedingt mal einen Besuch im Deutschen Technikmuseum einplanen, die eine spannende Ausstellung zum Thema haben!

 

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Das wichtigste Merkmal eines Werbeartikels ist das Vorhandensein des eigenen Firmenlogos. Durch das Druckverfahren lässt sich dieses auf alle erdenklichen Gegenstände anbringen, ungeachtet deren Größe und Form. Wenn vom Druck die Rede ist, ist es wichtig zu erwähnen, dass Druck nicht gleich auch Druck bedeutet. Denn es gibt so viele Druckverfahren, die sich auch deutlich voneinander unterschieden und nicht dieselben Einsatzbereiche aufweisen.
Bei dem Bedrucken von Werbemitteln kommen zwei Druckverfahren am häufigsten zum Einsatz: der Siebdruck und der Tampondruck. Wann welches Druckverfahren angewendet wird, erklären wir im folgenden Text.

Der Tampondruck

Bei dem sogenannten Tampondruck handelt es sich um ein indirektes Tiefdruckverfahren. Das Druckbild wird auf eine Vorlage, das sogenannte Druckklischee geätzt. Die entstandenen Vertiefungen auf dem Klischee werden mit Farbe überzogen. Diese wird von einem Tampon aufgenommen, welcher aus Silikonkautschuk besteht, und präzise auf das zu bedruckende Material übertragen.

Aufgrund der Tatsache, dass das Drucktampon sehr elastisch ist, können die Druckmotive auf alle möglichen Formen übertragen werden. Selbst gewölbte Artikel lassen sich mithilfe dieser Technik problemlos bedrucken. Ohne dieses Druckverfahren wäre es beispielsweise kaum möglich, Kugelschreiber, sehr beliebte Werbeartikel, zu beschriften oder einem Branding zu bedrucken.

Hierin liegt auch der größte Vorteil des Tampondrucks. Zu den weiteren Vorteilen dieses Druckverfahrens zählen der Mehrfachabdruck, die Anwendbarkeit auf verschiedenen Materialien und die Möglichkeit der Umsetzung der feinsten Motive.

Der Drucktampon besitzt jedoch nur eine begrenzte Aufnahmefläche. Dies bedeutet, dass Logos in einem eher kleinen Format umgesetzt werden können. Dies gilt als ein Nachteil dieses Druckverfahrens. Zudem ist die Farbschichtdicke des gedruckten Motivs eher gering.

Der Siebdruck

Der Siebdruck ist ebenfalls ein indirektes Druckverfahren. Bei diesem kommt ein feinmaschiges Textilgewebe zum Einsatz. Die zu übertragende Farbe wird mit Hilfe von einer Rakel auf dem Sieb verteilt, in welchem das Textilgewebe gespannt ist. Auf diese Weise wird die Farbe durch die Struktur des Siebs in das zu bedruckende Material gedrückt. Diejenigen Flächen, welche nicht bedruckt werden sollen, werden durch eine Schablone geschützt.

Im Gegensatz zum Tampondruck lassen sich durch den Siebdruck großflächige Druckmotive drucken. Daneben ist die Farbintensität der Druckmotive sehr intensiv. Jedoch kann diese Drucktechnik nur bei glatten und flachen Oberflächen angewendet werden.

Zu den Vorteilen dieses Druckverfahrens zählen neben großflächigen Druckmotiven und der hohen Farbintensität auch die Möglichkeit der Umsetzbarkeit auf verschiedenen Materialien. Zudem sind solch entstandene Drucke sehr hochwertig und langlebig.

Zu den Nachteilen zählt die Tatsache, dass diese Drucktechnik bei kleinen Motiven eher ungeeignet ist. Zudem sind bei den Druckbildern keine Farbverläufe möglich

 

Isolam Verfahren: Leiterbahnen drucken

Heutzutage wird die Drucktechnik auch in gänzlich neuen Bereichen angewendet. So hat Die Berliner spezial Druckerei  Union Klischee das das sog. ISOLAM Verfahren entwickelt, bei dem elektrische Leiterbahnen individuell und passgenau gedruckt werden können. So kann man Leiterbahnen professionell fertigen lassen, anstatt mit Massenware zu arbeiten.

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