Den Siebdruck kann man einfach selber machen. Dazu sind lediglich einige Schritte nötig. Im Folgenden werden die jeweiligen Schritte beschrieben.

Die zu bedruckende Oberfläche

Im ersten Schritt muss man die Oberfläche auswählen, welche bedruckt werden soll. Denn für jedes Material gibt es ein optimales Siebgewebe sowie die entsprechenden Farben. Daher ist es wichtig, im Voraus zu wissen, auf welche Oberfläche gedruckt werden soll.

Bespannte Siebdruckrahmen gibt es sowohl in unterschiedlichen Größen als auch mit verschiedenen Gewebefeinheiten. Für erste Drucke auf Textilien wird ein Rahmen mit dem Gewebetyp 54T empfohlen, da dieses bei verschiedenen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommen kann.

Auswahl des Motivs

Nach der Auswahl der Oberfläche erfolgt die Auswahl des Motivs, welches gedruckt werden soll. Für Anfänger empfiehlt sich ein Motiv mit Volltonfarben, und zwar ein einfarbiges Motiv. Schriften und einfache und vollfarbige Flächen eignen sich hierzu besonders an.

Damit ein Motiv in einer Farbe so bearbeitet werden kann, dass dieses als Vorlage für die Belichtung genutzt werden kann, muss es sich um eine schwarze Grafik handeln. Das Motiv wird mit einem Tintenstrahldrucker oder mit einem Laserdrucker auf eine transparente Folie gedruckt. Als Bildbearbeitungsprogramm kann Photoshop zur Anwendung kommen. Daneben gibt es auch andere Programme, welche kostenlos zur Verfügung stehen.

Wichtig ist, dass kein Licht durch das Motiv dringen kann. Nach dem Drucken wird das Motiv am besten ins Licht gehalten, wobei man nicht durch den Druck durchsehen sollte.

Reinigung des Siebdruckrahmens

Vor dem Drucken sollte der Siebdruckrahmen gut gereinigt werden, damit die Farbemulsion auch gut haften kann. So wird der Rahmen mit einem Entfetter gut gereinigt, abgewaschen und getrocknet. Das trocknen kann mit einem Fön durchgeführt werden.
Dabei sollte jedoch etwa 10 cm Abstand zum Sieb vorliegen, da dieses bei zu hoher Temperatur reißen könnte. Ansonsten kann der Rahmen auch an einer Heizung oder an der Luft getrocknet werden.

Beschichtung des Rahmens mit Fotoemulsion

Der Rahmen wird mit einer Fotoemulsion bestrichen. Da Fotoemulsion jedoch lichtempfindlich ist, sollte diese nur im Dunkeln oder unter Gelblicht verarbeitet werden. Es werden beide Seiten des Rahmens mit Fotoemulsion beschichtet. Anschließend muss er trocknen, was ebenfalls mit einem Fön durchgeführt werden kann.

Das Belichten des Siebs

Die Belichtung des Siebs mit einem eigenen Motiv erfolgt mittels UV Licht. Daher klappt dies auch mit Sonnenlicht.
Dazu wird die Folie mit dem Motiv zunächst spiegelverkehrt positioniert, mittig auf der Außenseite des Siebs. Die Folie wird mit einem Klebeband auf den Rahmen fest aufgeklebt. Die Innenseiten des Rahmens werden mit einem Zeitungspapier, einem Stück Pappe oder einem Fotokarton vor Lichteinstrahlung geschützt. Das Sieb wird maximal eine Minute lang mit Sonnenlicht belichtet. Dabei ist darauf zu achten, dass am besten im Schatten und nie im direkten Sonnenlicht bestrahlt wird. Vor und nach der Belichtung sollte der Rahmen vor weiterem Lichteinfall geschützt werden.

Das Entwickeln der Schablone mit Wasser

Nach der Belichtung wird die Folie vom Sieb abgenommen und beidseitig mit Wasser benetzt. Das Motiv wird vom Sieb mit Wasser abgewaschen.

Dies sollte jedoch erst dann geschehen, wenn sich das Motiv herausentwickelt hat. Passiert dies nach mehreren Minuten nicht, kann es gut sein, dass die Folie überbelichtet wurde.
Die gewonnene Schablone kann dem Tageslicht wieder ausgesetzt werden.

Vorbereitung für die ersten Siebdrucke

Nachdem das Sieb getrocknet ist, wird es an den Rändern mit Siebklebeband abgeklebt. Sonst könnte beim Drucken Farbe in den Rahmen eindringen.

Drucken mit ökologischen Wasserfarben

Ökologische Wasserfarben sollten denen mit Chemikalien immer bevorzugt werden. Für den Druck wird der Siebdruckrahmen auf das Textil gelegt und mit Farbe bestrichen. Wenn der Rahmen heruntergenommen wird, ist der Druck fertig. Die Farbe trocknet an der Luft und sollte nach dem Druckverfahren einmal auf links gebügelt werden.

Reinigung des Siebdrucks und der Werkzeuge

Nach dem Drucken werden alle Werkzeuge und der Siebdruckrahmen gereinigt. Dies erfolgt am besten einfach mit Wasser. Dies soll jedoch schnell passieren, da Wasserfarben im Sieb schnell trocknen.

Entschichtung des Rahmens

Ein mit Fotoemulsion beschichtetes und belichtetes Sieb kann wieder einsatzbereit gemacht werden. Dazu wird beidseitig der Entschichter aufgetragen und das Sieb anschließend komplett unter Wasser gewaschen. Nach dem Entfetten wird das Sieb erneut getrocknet, bevor es wieder beschichtet werden kann.

Hier geht es zu unserem Artikel, der Siebdruck und Tampon-Druck vergleicht.

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